Dienstag, 7. September 2010

Marmelade in drei Variationen


Ja ja, ich weiß, eigentlich habe ich keine Marmelade gekocht sondern einen Fruchtaufstrich. Aber das Wort Fruchtaufstrich ist einfach doof und bei dem Begriff Marmelade schwingt soviel Gemütliches, Nostalgisches und Traditionelles mit. Daher koche ich Erdbeer-Marmelade. Punkt! Sollen mich die Wächter der deutschen Sprache doch einsperren.

Bevor ich meine kleine Ode an die Marmelade fortsetze, sollte ich vielleicht kurz vorstellen, was ich da vor einigen Tagen produziert habe. Von links nach rechts:

Erdbeer-Marmelade:

1 Kilo Erdbeeren
1 Kilo Gelierzucker (halb und halb)
1 Pk. Zitronensäure

Aprikosen-Marmelade mit Mandeln:

1 Kilo Aprikosen
1 Kilo Gelierzucker
1 Pk. Zitronensäure
1 Schuss Amaretto
100g gestiftete Mandeln

Pflaumen-Marmelade mit Walnüssen:

1 Kilo Pflaumen
1 Kilo Gelierzucker
1 Pk. Zitronensäure
200g gehackte Walnüsse
1 Schuss Rum

Der Vorgang ist bei mir im Grunde immer der gleiche:

1. Früchte mit dem Gelierzucker und der Zitronensäure in einen großen Topf geben und einige Zeit ziehen lassen.

2. In der Zwischenzeit Gläser und Deckel gut spülen und abkochen.

3. Nun die Früchte mit dem Zucker aufkochen und circa drei Minuten sprudelnd kochen lassen.

4. Gegebenfalls Nüsse und Alkohol dazugeben und weitere zwei Minuten sprudelnd kochen.

5. Die Marmelade sofort in die Gläser geben, mit den Deckeln fest verschließen und auf den Kopf stellen.

6. Nach circa einer Stunde die Gläser wieder umdrehen. Ob sich in den Gläser auch wirklich ein Vakuum gebildet hat, erkennt man daran, dass sich die Deckel sich leicht nach Innen wölben.

Mein absoluter Favorit ist die Pflaumenmarmelade, die ist wirklich sehr lecker! Bald wird es dann noch Birnen-Zimt Marmelade geben und auch die Bratapfel-Marmelade steht noch auf meinem Einkochplan. Ach, was liebe ich den Herbst!

Freitag, 3. September 2010

Projekt Käsekuchen alias American Blueberry Cheesecake


Zu den Klassikern der amerikanischen Küche gehört zweifellos der Cheesecake in diversen Variationen. Beim blättern durch Leilas Backbuch ist mir ihr Blaubeer-Käsekuchen begegnet, für den ich sofort Feuer und Flamme war. Gott sei Dank hatten wir am letzten Wochenende netten Besuch, der direkt als Versuchskaninchen herhalten durfte! Außerdem wird es allmählich herbstlich, was den Genuss solcher Kalorienbomben mehr als rechtfertigt, schließlich müssen wir alle allmählich mal für unseren Winterspeck sorgen, nicht das wir noch erfrieren. Dafür ist man bei diesem Käsekuchen mit seinen 600g Doppelrahmfrischkäse, ordentlich weißer Schokolade und der Sahne genau richtig. Allerdings ist er auch jeden Zentimeter Hüftspeck wert, denn er schmeckt wirklich grandios lecker und ist traumhaft cremig. Definitiv ein Keeper, den man auch mit anderen Beeren machen kann. Allerdings passen Blaubeeren hier besonders gut und sehen auch sehr hübsch aus. Gefallen hat mir auch mal wieder, dass die Rezepte von Leila nicht nur super einfach sind, sondern man am Ende ein tolles Erfolgserlebnis hat, weil das eigene Backwerk fast genauso aussieht wie im Buch.


American Blueberry Cheesecake

Keksboden
300g Butterkekse
150g Butter, flüssig

Käsefüllung
600g Doppelrahmfrischkäse
250g Quark (10% oder 20% Fett)
80g Zucker
80g Speisestärke
2 TL Vanillezucker
3 Eier
100 ml Sahne
200g weiße Schokolade
150g frische Blaubeeren

1. Den Backofen auf 175° Grad vorheizen.

2. Die Butterkekse mit einem Mixer fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter mischen.

3. Die Keksmischung auf dem Boden einer gefetteten Springform von 24 cm Durchmesser verteilen und festdrücken.

4. Den Boden auf der mittleren Schiene des Ofens 10 Minuten vorbacken und anschließend abkühlen lassen.

5. Für die Käsefüllung den Frischkäse mit dem Quark glatt rühren.

6. Zucker, Speisestärke und Vanillezucker vermischen und unter die Käsemasse rühren.

7. Die Eier nach und nach dazugeben und gut unterrühren. Danach die Sahne dazugeben und gut verrühren.

8. Die weiße Schokolade hacken und in einem Wasserbad schmelzen. Leicht abkühlen lassen und dann unter die Käsemasse geben. Gut verrühren.

9. Nun die Masse auf den Keksboden geben, glatt streichen und mit den Blaubeeren bestreuen.

10. In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 40 Minuten backen. Falls er zu dunkel wird mit Alufolie bedecken.

11. Den Käsekuchen noch etwa 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dass verhindert ein Einfallen des Kuchens.

Wer mag, kann den Kuchen noch einige Stunden in den Kühlschrank stellen, dann lässt er sich besser schneiden. Bei uns war die Zeit zu knapp und es hat auch so sehr gut geklappt und lecker geschmeckt.