Sonntag, 25. April 2010

Keksmamsell goes Shortening



Ein neuer Mitbewohner für meine Küche ist am Freitag hier eingetroffen: Die Page von Soehnle in Silbermetallic. Trés chic!! Sie sieht ein bisschen aus wie das Mac Book vom Herrn Doktor und hat sich heute bei der Bewährungsprobe wacker geschlagen.


 Schaut man sich in der amerikanischen Backwelt um, trifft man ja immer wieder auf die Zutat "Shortening". Lange Zeit gehörte diese für mich zu den Mythen amerikanischen Backens. Was ist es? Was kann es? Will ich das verwenden? Was Shortening ist, habe ich schließlich durch einen Besuch beim Chefkoch herausgefunden. Dabei handelt es sich nämlich um ein gehärtetes Pflanzenfett. Gerne wird dafür wohl Kokosfett genommen und ich vermute, dass es früher einfach einmal günstiger war als gute Butter. Warum heute dieser kleine lexikalische Ausflug? Ich habe bei der Pioneer Woman ein simples Haferflocken-Keks Rezept gefunden, das ich unbedingt einmal ausprobieren wollte und dort fand sich auf der Zutatenliste eben auch besagtes Shortening. So. Also ab in den Laden und Kokosfett gekauft. Interessant ist dann die Liste der Inhaltsstoffe:


Mir war bisher nie klar, dass man Luft als Zutat angeben muss/kann/sollte. Naja, zumindest hat die Luft meinen Keksen nicht geschadet und sie sind lecker und richtig knusprig geworden.


Oatmeal Crispies (Haferflocken-Knusperkekse)

1 Cup Shortening (225g)
1 Cup brauner Rohzucker
1 Cup weißer Zucker
2 große Eier
1 Tl flüssige Vanille
1 1/2 Cup Mehl
1 Tl Salz
1 Tl Natron
3 Cups zarte Haferflocken
1/2 Cup Pekannüsse (gehackt)

1. Backofen auf 175°C vorheizen.

2. In einer großen Schüssel Shortening mit braunem und weißem Zucker schaumig schlagen.

3. In einer separaten Schüssel die Eier mit der flüssigen Vanille aufschlagen.

4. Eiermischung zur Shorteningmasse geben und gut verrühren.

5. Mehl, Salz und Natron mischen und unter die Shorteningmasse rühren.

6. Schließlich die Haferflocken und die gehackten Pekannüsse unterheben und alles gut vermischen.

7. Die Masse in zwei Rollen formen, in Alufolie einschlagen und ein Stunde kühl stellen. Wenn man möchte, kann man eine der Rollen einfrieren und dann bei Bedarf frisch aufbacken.

8. Die Rolle in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und die Plätzchen auf ein Backblech legen.
Circa 10 Minuten backen und anschließend gut auskühlen lassen.


Kommentare:

  1. Na herzlichen Glückwunsch zum neuen Küchenhelfer!
    Wie ich sehe, durfte er ja schon so richtig ran.
    Ich werde nächste Woche backen, da hat mein Bester Geburtstag.

    LG Katrin

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  2. ...Luft und Liebe als Backzutat ist doch nie schlecht! Ich habe mich gerade bei dir eingenistet und möchte kurz Hallo sagen!
    Liebe Grüße
    Monika

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  3. Hallo Monika,

    dann ersteinmal herzlich Willkommen :-). Vielleicht entdecken wir irgendwann ja mal "Liebe" auf der Zutatenliste. Aber wahrscheinlich darf man das in Deutschland nicht mal drauf schreiben ;-).

    Liebe Grüße
    Caro

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  4. Vermutlich wurde dem Kokosfett soviel Luft zugeführt, bis das angegebene Gewicht gepasst hat hrhrhr

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  5. Hallo, Keksmamsell!
    Bin zufällig auf dein Blog gestoßen und werde ihn gleich bei meinen bloglines einstellen!
    Super Rezepte sind hier zu finden, und einfach dazu!
    Zu Shortening: Auf das gleiche Problem bin ich auch häufig gestoßen, da ich gerne US-Rezepte lese.
    Aber: Es muß irgendetwas haltbares, ev. pulverförmiges in dem Bereich auch geben, da es häufig bei "Jar-Cookies" u.ä. mitverwendet wird und im Glas gelagert wird.
    Hast Du da nähere Infos, was frau da nehmen könnte?
    Bis bald,
    Susuko.

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  6. Ich habe ein Jahr in Kanada gelebt und auch da wird of Shortening verwendet. Natürlich wollte ich die neu gelernten kanadischen Rezepte hier für meine Familie backen, aber ich musste rausfinden, dass es hier kein Shortening gibt
    :( :( :(
    Nach längerem googlen habe ich herausgefunden, dass Palmin soft eine sehr gute Alternative ist. Ich habs dann auch gleich ausprobiert, aber das Ergebnis war nicht so gut. Sowohl die Konsestenz des Teigs als auch der Geschmack waren anders. Hat jemand bessere Erfahrungen gemacht? Ein anderes Problem war auch, dass in den USA und Kanada spezielle Geräte (Shortening cutter verwendet werden, um das Shortening unter den Teig zu mischen? Hat irgendjemand eine Idee, wie man es ohne dieses Gerät machen kann? Einfach normal kneten oder mixen?
    Vielen Dank für die Hilfe und liebe Grüße
    Sophia

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