Sonntag, 24. Januar 2010

Leilas Knusperkekse



Am Donnerstag hatte ich ja, wie in meinem letzten Post schon berichtet, einen kleinen Anfall von Koch- und Backwut. Diese Momente gilt es bei faulen Menschen wie ich einer bin, gekonnt auszunutzen. Daher musste natürlich auch etwas von der Nachbackliste produziert werden. Als Opfer wurden Leilas Knusperkekse ausgewählt. 1. Weil ich Kekse sehr mag (glaubt man gar nicht bei dem Namen ;-) ), 2. weil sie schnell zu machen sind und 3. weil alle Zutaten im Haus waren. Das Schöne an den Rezepten in Leilas Buch sind die verschiedenen Variationen, die sie zu einem Basisrezept anbietet. Bei den Knusperkeksen habe ich mich für die ganz einfache Ausführung mit Zimt & Zucker entschieden. Leider hat mich das Ergebnis nicht so 100%tig überzeugt. Vielleicht ein wenig zu basic das ganze. Die Konsistenz war für mich dann auch eher krümelig anstatt knusprig und etwas zu trocken. Auch war die im Rezept angegebene Backzeit von 10 Minuten zu kurz. Meine waren gute 14 Minuten drin und hätten sogar noch ein wenig länger gedurft. Das Resümee: I had better, I had worse.
Aber da Geschmäcker ja verschieden sind und ich mich ja auch gerne eines Besseren belehren lasse, hier das Rezept:


Leilas Knusperplätzchen / Zimtplätzchen
Grundrezept für 50 Stück

330g Mehl
80g Speisestärke
90g Puderzucker
300g kalte Butter
1/2 -1 El kaltes Wasser

1. Mehl, Speisestärke und Puderzucker in einer Rührschüssel mischen.

2. Die Butter in kleinen Flöckchen zu den trockenen Zutaten geben und mit den Finger verreiben.

3. Das Wasser hinzufügen und alles schnell zu einem Teig verkneten. (Anm.: Ich musste den Teig eine ganze Weile bearbeiten, weil er sehr krümelig war)

4. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

5. Variante wählen und nach dieser den Grundteig verfeinern. Ich habe die Variante mit Zimt&Zucker gewählt:
4 EL Zucker
2 Tl Zimt
1 verquirltes Ei, zum Bestreichen

6. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

7. Zimt und Zucker mischen.

8. Aus dem Teig kleine Kugeln formen. Diese flach drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einer Gabel ein Muster in die Kekse drücken.

9. Den Teig mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit der Zimt&Zucker-Mischung bestreuen.

10. Auf der mittleren Schiene des Ofens circa 10 Minuten (ich hatte die Plätzchen 14 Minuten drin) hellbraun backen.

Freitag, 22. Januar 2010

Keksmamsells Krankenstation


 

Gestern war der Herr Dr. krank. Sehr krank. So krank, dass er sogar freiwillig früher von der Arbeit zurück kam. Das passiert eigentlich nie. Und was hatte der gute Mann? Kopfschmerzen! Jaja, der liebe Gott wusste schon, warum er das Kinderkriegen den Damen der Schöpfung überlassen hat. Ich habe mich trotzdem ein wenig gefreut, weil ich so eine wunderbare Ausrede hatte, um etwas Schönes in der Küche zu zaubern. Kranke Menschen müssen ja schließlich verwöhnt werden. Und so habe ich ersteinmal die selbstgemachte Hühnersuppe - als vorausschauende Hausfrau hat man sowas natürlich immer im Tiefkühler; Martha Stewart wäre Stolz auf mich - aufgetaut und eine kleine Küchenschlacht gestartet.

Soul Food war gefragt und Milchreis gehört natürlich eindeutig in diese Kategorie. Da uns auch die Knabbereien auszugehen drohten - und man weiß ja nie wie lange so ein Krankenlager dauern kann - habe ich auch noch ein paar gebrannte Mandeln (Rezept siehe unten) gezaubert. Grob gehackt über den Milchreis. Sehr lecker! Schlussendlich gabs dann auch noch die Knusperplätzchen von Leila Lindholm (kommen im nächsten Post dran). Und siehe da, heute ist der Herr Dr. schon wieder fit! Wenn das nicht an dem Verwöhnprogramm gelegen hat, dann weiß ich auch nicht.

Achja, selbstgemachtes Bauernbrot gab es auch noch. Das hatte ich aber schon am Tag zuvor nach diesem Rezept gebacken und es machte sich sehr gut zu der Hühnersuppe. Ich weiß nur noch nicht, ob ich so ein großer Fan von Brotgewürz bin. Fenchel und Anis sind ja eigentlich nicht so mein Ding. Vorsorglich hatte ich aber auch nur die halbe Menge in den Teig gegeben und daher war der Geschmack noch sehr dezent. Alles in allem ist ein leckeres Brot und gerade für Menschen, die sich noch nicht an den Sauerteig trauen, sehr zu empfehlen.

Gebrannte Mandeln

200g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
1 El. Vanillearoma
100 ml Wasser
200g Mandeln

1. Zucker, Vanillezucker und Vanillearoma mit dem Wasser verrühren.
2. In eine große Pfanne geben und aufkochen.
3. Nun die Mandeln hinzugeben und bei mittlerer Hitze köcheln. Immer fleißig rühren!
4. Nach und nach wird die Masse dunkler und trockener. Schön weiter rühren; man braucht ein wenig Geduld.
5. Der Zucker wird irgendwann ganz trocken, trotzdem weiter rühren, denn danach schmilzt er wieder und die Mandeln beginnen zu glänzen.
6. Nun die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, ein wenig auseinanderschieben und trocknen lassen.



Sehr hübsch machen sich die Mandeln auch in kleinen Tütchen als Mitbringsel aus der Küche.

Sonntag, 17. Januar 2010

Banana Bread



Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich ein Faible für Banana Bread habe. Außerdem wurde es ja höchste Zeit, dass ich mal etwas aus Leila Lindholms Backbuch ausprobiere. Und da die liebe Leila Banana Bread auch mag, gibt es in ihrem Buch selbstverständlich auch ein schönes Rezept. Wie das Leben manchmal so spielt. Selbiges wurde heute ausprobiert und ich bin sehr zufrieden. Erste Bewährungsprobe also bestanden. Da der liebe Herr Dr. und ich heute allein über den Kuchen herfallen konnten, hab ich nur das halbe Rezept genommen. Nun duftet es immer noch sehr lecker in unserer Wohnung, das halbe Brot ist schon auf und wir zwei sind glücklich.

Hier das Rezept:


Banana Bread von Leila Lindholm

150g weiche Butter
80g Zucker
120g Puderzucker
4 reife Bananen (mittelgroß; meine waren etwas zu groß und haben den Teig einen Tick zu weich werden lassen)
2 Eier
180g Weizenmehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Ingwer-Pulver
1 Prise Salz
80 g Pekannüsse (Ich habe Walnüsse genommen)
Butter und Semmelbrösel für die Form

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  2. Nüsse in einer Pfanne kurz anrösten und anschließend grob hacken.
  3. Butter, Zucker und Puderzucker cremig rühren.
  4. Bananen pürieren und unter den Teig heben. Anschließend die Eier unterrühren.
  5. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zimt, Ingwer, Salz, Nüsse) in einer separaten Schüssel mischen. Alles vorsichtig unter den Teig heben.
  6. Den Teig in eine gefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Form geben und circa 30 Minuten backen. Beim Stäbchentest darf nichts mehr daran haften.
Nachtrag: Am nächsten Tag schmeckt es fast noch besser. Ich hatte ein kleines Eckchen zum Frühstück und jetzt ist es richtig schön durchgezogen. Ich bin begeistert!

Freitag, 8. Januar 2010

Frühjahrsputz im Keksblog




Nun ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und ich habe mich noch gar nicht hier blicken lassen. Tztztz. Dafür bin ich aber heute voller Tatendrang und habe mir vorgenommen, nicht nur ein neues Rezept zu posten, sondern auch gleich ein wenig im Blog aufzuräumen. Vorgezogener Frühjahrsputz sozusagen. Erster Schritt dazu ist ein Resümee zu meiner kleinen "Weihnachtsbäckerei". Ich hatte ja eine hübsche Liste mit vielerlei Leckereien zusammengestellt, die ich in meinem jugendlichen Übermut natürlich alle backen wollte. Pustekuchen, ich habe gerade mal die Hälfte (genau genommen nur ein Drittel, aber psst) geschafft und leider von vielen gar kein Foto gemacht *schnief*. Aber neues Jahr, neues Glück und ich gelobe Besserung. Vielleicht klappt's ja bei der nächsten Weihnachtsbäckerei. Hier nochmal ein kurzer Überblick über das produzierte Backwerk für das vergangene Fest:
Erfolgreich gebacken:
  • Engelsaugen (lecker)
  • Himmlisches Stollenkonfekt (sogar von unserem Pastor, der es in seiner Plätzchentüte hatte, ausdrücklich gelobt. Mein guter Draht nach oben ist also gesichert!)
  • Butterplätzchen/Ausstechplätzchen (bei einem schönen Backnachmittag mit meinem heißgeliebten Patenkind Lorien produziert und reich verziert)
  • Spitzbuben mit Johannisbeergelee (delicious)
Dann müssen die restlichen Plätzchen der Liste wohl auf's nächste Weihnachtsfest warten. Wobei der ein oder andere Keks sicher auch ganzjahrestauglich ist.
So, durchgewischt ist ja nun, dann kann ja eine neue Liste her ;-). Mal schauen, was da wohl drauf kommt...

Auch wenn ich meine Plätzchenliste lieber beschämt zur Seite lege, so war ich doch backtechnisch nicht ganz faul. Hier also das Rezept für sehr leckere und extra saftige Schokoladen-Muffins. Das Rezept habe ich auf einer meiner liebsten Rezeptseiten gefunden und kann es nur uneingeschränkt empfehlen! Besonders, da das kommende Wochenende ja zur heimeligen Mümmelei förmlich einlädt, wenn schon alle ganz eingeschneit sind. Eine große Tasse Milchkaffee dazu und schon ist jede Winterdepression verflogen.

Chocolate-Ricotta-Muffins



1 Cup Ricotta
2 Eier (Größe L)
1 1/3 Cups (320 ml) Milch
1 TL flüssige Vanille
4 El (60g) Butter, geschmolzen und abgekühlt
2 Cups (260g) Mehl
1 1/4 (250g) Cups Zucker (kann auch ein bisschen weniger sein)
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
2/3 Cup (60g) ungesüßtes Kakaopulver
1 Cup dunkle Chocolate Chips (Semisweet chocolate chips von Hershey's)

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Das Ofenrost in der Mitte des Backofens einschieben und 16 Muffin-Förmchen entweder einfetten oder mit Papierförmchen versehen (ein kleiner Tipp für alle jene, die auch so einen kleinen Vielfraß zu Hause haben wie die Keksmamsell: es empfiehlt sich farbige Papierförmchen zu verwenden, da diese seltener ungewollt mitgegessen werden - ich spreche aus Erfahrung. Seitdem setzte ich nur noch auf Signalfarben oder Muster!).

In einer mittleren Rührschüssel wird der Ricotta cremig geschlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und jeweils gut unter den Ricotta rühren. Anschließend gibt man nacheinander die Milch, die flüssige Vanille und die abgekühlte, flüssige Butter dazu. Gut verrühren und beiseite stellen.

In einer großen Rührschüßel werden die trockenen Zutaten, also Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und das Kakaopulver verrührt.

Nun wird die Ricotta Mischung zu den trockenen Zutaten gegeben. Nur kurz unterheben, denn je länger man rührt desto weniger gehen die Muffins auf, den Teig also nicht unnötig lange bearbeiten. Jetzt noch kurz die Chocolate Chips unterheben und den Teig in die Förmchen geben.

Ab geht's in den Ofen. Bei 180°C werden die Muffins circa 20 Minuten gebacken.

Die Stäbchenprobe verrät, ob die kleinen Schokosünden fertig sind.

Enjoy!