Donnerstag, 30. Dezember 2010

Marmorkuchen mit Schmand

 
Marmorkuchen ist in meinen Augen ein klassischer Geburtstagskuchen und an und für sich einer meiner absoluten Kuchenfavoriten. Mit einer kleinen Puderzuckerschicht sieht er richtig edel aus - ein Klassiker der nie aus der Mode kommt. Heute wäre meine liebe Oma 91 Jahre geworden und daher stand für heute eben dieses Backwerk auf dem Plan. Heute Nachmittag wird dann bei Kaffee und Kuchen Geburtstag gefeiert, auch wenn die betreffende Person nicht mehr dabei sein kann. Aber von so einer kleinen Einschränkung lassen wir uns doch nicht abhalten ... (erinnert mich ein wenig an Dinner for one aber zum Glück sind wir mehrere, also ist es nocht nicht wirklich exzentrisch)

Das gute ist, dass ich so auch noch kurz vor Toresschluss einen Blogbeitrag schreiben kann. Ich muss zu meiner Schande gestehen, der erste und gleichzeitig letzte für den Monat Dezember. Fürs nächste Jahr habe ich aber schon fleißig Vorsätze aufgestellt und einer davon ist: Mehr Backen! Dicht gefolgt von mehr bloggen und noch ein paar anderen die ich jetzt lieber nicht preisgebe *ähem*. Cati Basmati hat ja schon im vergangenen Jahr mit ihrem Wochenrezept gut vorgelegt und das Kirschenkind plant im nächsten Jahr ähnliches. Hier wird jede Woche ein Rezept aus der umfangreichen Kochbuchsammlung gepostet. So, haben wir jetzt hier auch noch ein wenig Druck aufgebaut, schließlich sitze ich ja im Kontrollkomittee:-).

Da ich morgen in die verschneite Eifel fahren werde (eigentlich ist es eher die Mosel, aber auf meiner Weltkarte wird der kleine Ort für immer zur Eifel gehören) um mit Freunden das neue Jahr zu begrüßen und zu betrinken, wünsche ich allen da draußen einen Guten Rutsch und ein wundervolles, glückliches und fröhliches Jahr 2011!

Nun aber zurück zu den wirklich wichtigen Dingen: dem Essen. Hier also das neu getestete Rezept für einen Evergreen:

Marmorkuchen mit Schmand

220g Zucker
1 Pk. Vanille-Zucker
4 Eier
150g Margarine
300g Mehl
1 Pk. Backpulver
1 Becher Schmand (oder Naturjoghurt)
2 El Kakao
1 El Zucker
Fett für die Form


1. Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen. Die Form ausfetten.

2. Die Eier in einer kleinen Schüssel aufschlagen und verquirlen.

3. In einer großen Schüssel Margarine, Zucker und Vanillezucker mit dem Mixer schaumig aufschlagen. Die Eier dazugeben und gut unterrühren.

4. In einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver mischen und schließlich unter die Zucker/Ei-Mischung heben. Zum Schluss den Schmand dazugeben.

5. Die Hälfte des Teigs in die Backform geben. Kakao und Zucker zum restlichen Teig geben und gut unterrühren. Ebenfalls in die Kuchenform geben und mit einer Gabel den Teig durchziehen.

6. Nun ab in den Ofen und circa 50-60 Minuten backen. Die Stäbchenprobe verrät ob der Kuchen gar ist.

7. Den fertigen Kuchen in der Form ein wenig auskühlen lassen. Anschließend auf eine Kuchenplatte stürzen und wenn er vollständig abgekühlt ist mit Puderzucker bestäuben.

Samstag, 20. November 2010

Meet and great mit Frau Kirsche


Besuch von der herzgeliebten Blogger- und auch so Freundin!!! Frau Kirsche gibt sich die Ehre.

Sonntag, 7. November 2010

Diesmal dabei: Birnen


Draußen
bläst der Wind die Blätter von den Bäumen und drinnen duftet unsere Küche gerade nach Birnenkompott und Käsekuchen, später kommt noch Kakao-Duft dazu. Eine wahrhaftige Herbstkomposition.
Da der Herr Dr. morgen für drei Wochen nach Chile flattert, gibt's heute Abschieds-Kaffeetrinken mit den Nachbarn. Da Käsekuchen beim letzten Mal schon gut ankam, gibt es dieses Mal eine herbstliche Variante: Birnen-Krokant Käsekuchen. Das klingt einfach zu verführerisch um nicht ausprobiert zu werden. Das Rezept dazu gibt es hier. Ich habe keine Dosenbirnen genommen, sondern aus 4 großen Abate-Birnen, 2 EL Zitronensaft, 2 EL Amaretto, 100 ml Wasser und einer Zimtstange eine Art Birnekompott gekocht. Dabei habe ich die Birnen geschält, anschließend in nicht zu kleine Stücke geschnitten und mit den anderen Zutaten aufgekocht. Zusätzliche Änderung: Da die Quarkmasse schon recht flüssig war, habe ich lediglich 75-100 ml des Birnensafts dazugegeben. Wichtig: Den Käsekuchen im Backofen auskühlen lassen, dies verhindert, dass er zu stark aufreist.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Bananen Muffins mit weißer Schokolade


Ich esse äußerst ungerne Obst. Man kann mich weder mit Äpfeln, Bananen, Kiwis oder sonstigen Vitaminbomben locken - höchstens mit Erdbeeren, aber da bin ich familiär belastet ;-). Von Zeit zu Zeit überfällt mich im Supermarkt das schlechte Gewissen und ich kaufe einen ganzen Haufen Früchte. Natürlich mit dem Vorsatz, das alles artig zu essen und fühle mich schon durch diese Handlung direkt viel gesünder. Das ist wie mit dem Diät-Bücher kaufen, da hat man an der Kasse auch schon zwei Kilo weniger auf den Hüften. Zumeist landen die Früchtchen dann aber eher in Gebäck oder werden zu Marmelade verarbeitet - tja, der gute Wille war da.
Beim Backen wiederum mag ich Früchte sehr gern, wer denn auch nicht. Es geht doch nichts über einen noch warmen Apfelkuchen mit Vanilleeis. Ja, ja, das unterstreicht jetzt nicht gerade den gesunden Charakter der Äpfel, aber immerhin esse ich dann ja Obst. Beim heutigen Rezept gibt es eine ähnliche Verbindung. Diesmal von Bananen und weißer Schokolade. Traumhaft lecker und wahrhaft unterschätzt!


Bananen Muffins mit weißer Schokolade

230 g Mehl
100 g Zucker, weiß
50 g Zucker, braun
1 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
1/4 Tl Salz
80 g weiße Schokolade, gehackt (oder White Chocolate Chips)
3 große, reife Bananen (ungefähr 450g), püriert
120 g Butter, geschmolzen und abgekühlt
2 große Eier, verquirlt
1 TL Vanille Aroma

1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Das Rost in der Mitte einschieben. Die Muffinsform mit Papierförmchen auslegen (12 Stück).

2. Mehl, weißen und braunen Zucker, Backpulver, Natron, Salz und weiße Schokolade in einer großen Schüßel vermischen.

3. In einer mittelgroßen Schüßel geschmolzene Butter, pürierte Bananen, Eier und das Vanille-Aroma verquirlen.

4. Mit einem Spachtel die feuchten Zutaten leicht unter die trockenen Zutaten mischen. Nur solange Rühren bis alles miteinander vermischt und ein dickflüssiger Teig entstanden ist. Es ist wichtig nicht zu lange zu mischen, da die Muffins sonst zäh werden.

5. Den Teig in die vorbereitete Muffinform füllen.

6. Bei ca. 180°C ungefähr 20-25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

7. Wenn die Muffins gar sind, diese aus dem Ofen nehmen, fünf Minuten in der Form auskühlen lassen, anschließend die Muffins aus den Förmchen nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Besonders lecker sind die Muffins, wenn sie noch ein wenig warm sind.

Dienstag, 7. September 2010

Marmelade in drei Variationen


Ja ja, ich weiß, eigentlich habe ich keine Marmelade gekocht sondern einen Fruchtaufstrich. Aber das Wort Fruchtaufstrich ist einfach doof und bei dem Begriff Marmelade schwingt soviel Gemütliches, Nostalgisches und Traditionelles mit. Daher koche ich Erdbeer-Marmelade. Punkt! Sollen mich die Wächter der deutschen Sprache doch einsperren.

Bevor ich meine kleine Ode an die Marmelade fortsetze, sollte ich vielleicht kurz vorstellen, was ich da vor einigen Tagen produziert habe. Von links nach rechts:

Erdbeer-Marmelade:

1 Kilo Erdbeeren
1 Kilo Gelierzucker (halb und halb)
1 Pk. Zitronensäure

Aprikosen-Marmelade mit Mandeln:

1 Kilo Aprikosen
1 Kilo Gelierzucker
1 Pk. Zitronensäure
1 Schuss Amaretto
100g gestiftete Mandeln

Pflaumen-Marmelade mit Walnüssen:

1 Kilo Pflaumen
1 Kilo Gelierzucker
1 Pk. Zitronensäure
200g gehackte Walnüsse
1 Schuss Rum

Der Vorgang ist bei mir im Grunde immer der gleiche:

1. Früchte mit dem Gelierzucker und der Zitronensäure in einen großen Topf geben und einige Zeit ziehen lassen.

2. In der Zwischenzeit Gläser und Deckel gut spülen und abkochen.

3. Nun die Früchte mit dem Zucker aufkochen und circa drei Minuten sprudelnd kochen lassen.

4. Gegebenfalls Nüsse und Alkohol dazugeben und weitere zwei Minuten sprudelnd kochen.

5. Die Marmelade sofort in die Gläser geben, mit den Deckeln fest verschließen und auf den Kopf stellen.

6. Nach circa einer Stunde die Gläser wieder umdrehen. Ob sich in den Gläser auch wirklich ein Vakuum gebildet hat, erkennt man daran, dass sich die Deckel sich leicht nach Innen wölben.

Mein absoluter Favorit ist die Pflaumenmarmelade, die ist wirklich sehr lecker! Bald wird es dann noch Birnen-Zimt Marmelade geben und auch die Bratapfel-Marmelade steht noch auf meinem Einkochplan. Ach, was liebe ich den Herbst!

Freitag, 3. September 2010

Projekt Käsekuchen alias American Blueberry Cheesecake


Zu den Klassikern der amerikanischen Küche gehört zweifellos der Cheesecake in diversen Variationen. Beim blättern durch Leilas Backbuch ist mir ihr Blaubeer-Käsekuchen begegnet, für den ich sofort Feuer und Flamme war. Gott sei Dank hatten wir am letzten Wochenende netten Besuch, der direkt als Versuchskaninchen herhalten durfte! Außerdem wird es allmählich herbstlich, was den Genuss solcher Kalorienbomben mehr als rechtfertigt, schließlich müssen wir alle allmählich mal für unseren Winterspeck sorgen, nicht das wir noch erfrieren. Dafür ist man bei diesem Käsekuchen mit seinen 600g Doppelrahmfrischkäse, ordentlich weißer Schokolade und der Sahne genau richtig. Allerdings ist er auch jeden Zentimeter Hüftspeck wert, denn er schmeckt wirklich grandios lecker und ist traumhaft cremig. Definitiv ein Keeper, den man auch mit anderen Beeren machen kann. Allerdings passen Blaubeeren hier besonders gut und sehen auch sehr hübsch aus. Gefallen hat mir auch mal wieder, dass die Rezepte von Leila nicht nur super einfach sind, sondern man am Ende ein tolles Erfolgserlebnis hat, weil das eigene Backwerk fast genauso aussieht wie im Buch.


American Blueberry Cheesecake

Keksboden
300g Butterkekse
150g Butter, flüssig

Käsefüllung
600g Doppelrahmfrischkäse
250g Quark (10% oder 20% Fett)
80g Zucker
80g Speisestärke
2 TL Vanillezucker
3 Eier
100 ml Sahne
200g weiße Schokolade
150g frische Blaubeeren

1. Den Backofen auf 175° Grad vorheizen.

2. Die Butterkekse mit einem Mixer fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter mischen.

3. Die Keksmischung auf dem Boden einer gefetteten Springform von 24 cm Durchmesser verteilen und festdrücken.

4. Den Boden auf der mittleren Schiene des Ofens 10 Minuten vorbacken und anschließend abkühlen lassen.

5. Für die Käsefüllung den Frischkäse mit dem Quark glatt rühren.

6. Zucker, Speisestärke und Vanillezucker vermischen und unter die Käsemasse rühren.

7. Die Eier nach und nach dazugeben und gut unterrühren. Danach die Sahne dazugeben und gut verrühren.

8. Die weiße Schokolade hacken und in einem Wasserbad schmelzen. Leicht abkühlen lassen und dann unter die Käsemasse geben. Gut verrühren.

9. Nun die Masse auf den Keksboden geben, glatt streichen und mit den Blaubeeren bestreuen.

10. In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 40 Minuten backen. Falls er zu dunkel wird mit Alufolie bedecken.

11. Den Käsekuchen noch etwa 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, dass verhindert ein Einfallen des Kuchens.

Wer mag, kann den Kuchen noch einige Stunden in den Kühlschrank stellen, dann lässt er sich besser schneiden. Bei uns war die Zeit zu knapp und es hat auch so sehr gut geklappt und lecker geschmeckt.

Freitag, 6. August 2010

Schokoladige Schmuddelwetter Muffins


Da sich ja die Sonne immer noch nicht blicken lässt, muss man einfach einen gewissen Schokoladenkonsum aufrecht erhalten. Das erhellt das Gemüt ungemein. Diesmal stand dieses Rezept auf meiner Abschuss-Liste. Sehr, sehr lecker und richtig schokoladig. Allerdings sollte man wirklich die gute Schokolade nehmen. Das schlägt sich äußerst positiv im Geschmack nieder! Ich habe diesmal die Lindt Excellence 70% Edelbitter mild genommen und die passte sehr gut. In meiner Traum-Bäckerei stehen diese Muffins auf jeden Fall auch auf der Angebots-Tafel. Die hübschen Fotos hat übrigens unser lieber Nachbar gemacht, den ich dafür im Tausch mit Muffins bestochen habe. Sehr praktisch wenn man seine Nachbarn kennt ;-). Allerdings will ich jetzt auch eine tolle Kamera mit der man so gute Bilder mach kann. Ist schon etwas anderes als eine Canon für die Hosentasche.


Schoko-Muffins

230g Mehl
40g Kakaopulver
2TL Backpulver
1/2 TL Natron

3 Eier (Größe M)
300g Saure Sahne
70g Rohrzucker
30g Zucker
80g Butter, geschmolzen
1/2 Fläschchen Butter-Vanille Aroma

100g Schokolade, zartbitter (70% von Lindt), gehackte
100g Schokolade, weiße, gehackte
100g Walnüsse, gehackte


1. Den Backofen auf 180° Grad (bei Ober-/Unterhitze 200°Grad) vorheizen. Die Butter schmelzen und bei Seite stellen. Ein Muffinblech mit 12 Papierförmchen auslegen.

2. Das Mehl mit Backpulver, Natron und Kakao mischen und in eine große Schüssel sieben.

3. In einer mittleren Schüssel die Eier mit der Sauren Sahne, dem Zucker und der geschmolzenen Butter sowie dem Aroma gut verrühren.

4. Die gehackte Schokolade und die gehackten Nüsse zu der Mehl-Mischung geben. Anschließend die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und zügig unterheben.

5. Den Teig in die Muffinförmchen geben und circa 20 Minuten backen.

Freitag, 23. Juli 2010

Wo wir gerade bei tollen Küchen sind

vor einiger Zeit haben der Herr Dr. und ich einen wunderschönen Schnulzenfilm-Abend gemacht und uns "It's complicated" (Wenn Liebe so einfach wäre) angeschaut. Abgesehen davon, dass es wirklich ein sehr schöner Film ist, ist das Haus von Meryl Streep einfach großartig. Wenn ich mal erwachsen bin, möchte ich genau so eins auch haben. Besonders beeindruckt haben mich:

Die Küche:

Sehr gemütlich und unprätentiös, und wer regelmäßig Schokolade verarbeitet, weiß eine Marmorarbeitsplatte zu schätzen ;-). In meiner Küche soll irgendwann auch mal immer frisch Gebackenes unter hübschen Glashauben stehen und der Kühlschrank soll erfüllt sein mit frischem Gemüse (aus eigenem Anbau) und tollen Delikatessen - ich fürchte allerdings so etwas scheitert an der Realität.


Der Gemüsegarten:


Der Garten ist wirklich der absolute Knaller. Ich möchte sofort Kohl pflanzen, Erdbeeren ernten und Stangenbohnen züchten! Wie wundervoll wenn man alles selber anbauen kann. In solchen Momenten streift mein Blick durch unsere moderne Stadtwohnung mit Balkon - ich muss wirklich nochmal über meine Lebensplanung nachdenken, hier bekomme ich nirgendwo Stangenbohnen unter.

Und die Bäckerei (sie ist nämlich Konditorin):

Achja, eine Bäckerei möchte ich auch noch haben. Dann werden Brownies und Muffins gebacken und alles wird auf hübschen Etageren ausgestellt ....

Und ihr so???

Martha Stewart

Martha Stewart ist nicht nur die beste Hausfrau der USA, sondern ihre Show gehört auch zu meinen absoluten Lieblingen. Tragischerweise läuft sie hier nicht im Fernsehen, aber einige Sendungen kann man online auf Marthas Seite anschauen. Besonders empfehlenswerten als Bügelunterhaltung. Der einzige Nachteil wenn man Martha verfolgt ist, dass man sich haushaltstechnisch als absoluter Versager fühlt. Ihre Küche möchte ich trotzdem haben ;-).

Samstag, 17. Juli 2010

Biscotti mit Pistazien, getrockneten Kirschen und weißer Schokolade



Glaubt man es? Endlich habe ich mal etwas von meiner Nachbackliste abgearbeitet. Schon lange standen die Biscotti mit Pistazien, Cranberries und weißer Schokolade ganz oben und ich hatte sogar fast alle Zutaten im Haus. Außer Cranberries. Allerdings hat meine Mama mir vor einiger Zeit getrocknete Kirschen geschenkt, also wurden diese kurzer Hand zum Ersatz auserkoren. Meine liebe Mama neigt dazu lustige Dinge zu kaufen, weiß dann aber nicht immer was man damit anstellen kann, dazu gehört Blütensalz, besagte getrocknete Kirschen und vieles mehr. Oft habe ich dann Glück und bekomme diese herausfordernden Zutaten geschenkt und darf sehen, was ich damit anfange. Diesmal also Biscotti. Die passen auch ganz wunderbar in den Sommer und da ich sie - ganz dekadent - auch noch zum Teil in weiße Schokolade getaucht habe, steht die Keksdose dank unserer kuscheligen Temperaturen zur Zeit im Kühlschrank.
Nachgebacken habe ich die Biscotti nach diesem Rezept, das ich bei Petra von Chili und Ciabatta entdeckt habe. Da ich keine großen Eier da hatte, habe ich ein mittleres Ei mehr genommen und da es auch an der Menge an Pistazien und Kirschen haperte, wurden noch ein paar gehackte Mandel hineingeschmuggelt. Die Cranberries wurden durch Kirschen ersetzt und am Schluss durfte ein Überzug aus weißer Kuvertüre nicht fehlen. Minimale Veränderungen, die dem Geschmack nicht geschadet haben. Die Biscotti sind nicht so süß und durch die Kirschen/Cranberries bekommen die eine besondere Note. Kommt mir sicher nochmal ins Haus!

Samstag, 10. Juli 2010

Hitzefrei

Es ist warm in der kleinen Großstadt und der Herr Dr. hat mir verboten den Backofen anzumachen, weil es sonst in unserer Wohnung (gennant der Schwitzkasten) noch heißer wird. Naja, nach backen ist mir bei der Hitze auch nicht wirklich. Schon eher nach lecker Ananas, die es heute auf dem Markt zum Schnäppchenpreis gab.
Vielleicht erobern wir gleich mal das Planschbecken von unseren Nachbarskindern, wobei da gerade mal mein Popo reinpasst ... Ob das wirklich hilft?!?

Nun denn, wenn es wieder kühler ist wird weiter gebacken :-)

Freitag, 25. Juni 2010

1x Mammut-Steak bitte!

Bei NutriCulinary bin ich eben auf einer sehr witzig Video gestoßen.

Coole Werbung!

Samstag, 19. Juni 2010

Samstagsfrühstück


Als ich heute morgen gemütlich um halb neun die Augen aufschlug und meine Füße im wohligen Halbschlaf aus dem Bett baumeln lies, erwachte eine Sehnsucht in mir!

Pancakes!

Wie ja bereits an anderer Stelle erwähnt, eines meiner absoluten Lieblings-Frühstücks-Items. Diesmal habe ich mich am Sour Cream Pancake Rezept aus dem Kochbuch der Pioneer Woman versucht. Wobei ich einige Anpassung vornehmen musste. Statt Sour Cream gab es Saure Sahne und da ich keine großen Eier hatte, habe ich ein mittleres Ei mehr reingegeben. Vielleicht lag es daran, dass mich diese Version nicht zu 100% überzeugt hat. Lecker waren sie zwar, aber an ihre Verwandten mit Buttermilch kommen sie dann doch nicht heran. Bei anderen Foodbloggern kamen die Pancakes besser weg und wer sie nachmachen möchte findet hier das genaue Rezept.


Bei der nächsten Pancake Anwandlung werde ich einmal dieses Rezept ausprobieren. Schon die Fotos machen Lust auf mehr und schließlich heißen sie "Perfect Pancakes" - was kann da noch schief gehen? Vor allem möchte ich aber diese tolle Pancake-Pfanne haben *schmacht*. Ich fürchte nur, dass man dafür einen Gasherd benötigt. Dieser ist im Hause Keksmamsell leider (nocht) nicht vorhanden :-(. Kommt aber direkt mal mit auf die Wunschliste.

Quelle: Pioneer Woman


Auch wenn mir so eine wundervolle Pfanne wohl erst einmal versagt bleibt, gab es vor einigen Wochen einen ganz entzückenden Neuzugang in der Küche der Keksmamsell - zum Trost quasi.

Darf ich vorstellen, mein neues Kaffeekännchen:


Okay, das Foto ist schlecht, aber das Kännchen ist mit seinen imposanten 11 cm einfach Zucker! Und das aller beste - jetzt bitte festhalten und den Atem anhalten - es kommt mit einem passenden Porzellanfilter:

Grandios, oder? Wahrscheinlich kann kaum einer meine Verzückung teilen, besonders der Herr Doktor nicht ;-), trotzdem liebe ich mein neues Kännchen heiß und innig und es gehört schon fest mit zur morgendlichen Frühstückstafel. Wenn ich die Fotos so sehe, bekomme ich direkt wieder Kaffeedurst ;-).



Mittwoch, 26. Mai 2010

Himbeer-Cupcakes



Himbeeren sind mit Abstand mein liebsten Früchte! Dicht gefolgt von Erdbeeren versteht sich. Allerdings machen sich Erdbeeren meiner bescheidenen Meinung nach nur mäßig gut in Muffins und Co. Daher also Himbeeren. Gepaart mit einem klassischen Cupcake Grundrezept. Yummie! Da ich heute eine Besprechung mit meinen Kollegen hatte, war dies ein willkommener Grund mal wieder die Backofen anzuheizen. Abgesehen davon sollen diese Cupcakes auch die Kuchentafel bei der Hochzeit einer lieben Freundin zieren. Daher empfiehlt es sich das Rezept vorher einige Male Probe zu backen. Dies ist also heute geschehen und ich denke, dass ich lediglich am Fein-Tuning noch etwas arbeiten muss. Das Frosting war nicht so fest wie ich es gerne gehabt hätte. Ich habe etwas weniger Puderzucker verwendet als angegeben, da ich es nicht so süß haben wollte. Allerdings fürchte ich, dass dies Auswirkungen auf die Konsistenz hatte. Ansonsten war ich schon ganz zufrieden. Gerade der Cupcake-Teig war sehr locker und lecker! Einen Durchlauf mit mehr Puderzucker wird es aber bestimmt nochmal geben. Sicher ist sicher!


Himbeer-Cupcakes

ergibt 12 Stück

Für den Teig:

3 Eier
180g Zucker (im Originalrezept wurden 200g angeben, aber auch so sind sie schon süß genug)
1 Tl Vanillezucker
100g Butter
100ml Milch
200g Mehl
2Tl Backpulver
abgeriebene Schale von einer Zitrone
plus etwas Saft von der Zitrone
200g Himbeeren (ich habe TK-Beeren genommen)

Für das Frosting:

180g Puderzucker (ich habe nur 150g genommen und es war zu weich, daher würde ich 180g empfehlen)
150g Doppelrahmfrischkäse
140g Himbeeren
plus Himbeeren zum Garnieren


1. Den Backofen auf 175g vorheizen.

2. Eier, Zucker und Vanillezucker sehr locker und schaumig aufschlagen.

3. Die Butter schmelzen, mit der Milch mischen und abgekühlt unter die Eimasse rühren.

4. Mehl, Backpulver und Salz mischen und vorsichtig unter den Teig heben.

5. Zitronenschahle und -saft unterrühren. Schließlich vorsichtig die Himbeeren unterheben.

6. 12 Papierförmchen in das Muffinblech setzen und diese zu 2/3 mit Teig füllen.

7. In der Mitte des vorgeheizten Ofens etwa 15-18 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

8. Für das Frosting Puderzucker und Frischkäse cremig rühren. Die Himbeeren unterrühren.

9. Das Frosting auf den Cupcakes verteilen und schließend mit Himbeeren garnieren.

Sonntag, 25. April 2010

Keksmamsell goes Shortening



Ein neuer Mitbewohner für meine Küche ist am Freitag hier eingetroffen: Die Page von Soehnle in Silbermetallic. Trés chic!! Sie sieht ein bisschen aus wie das Mac Book vom Herrn Doktor und hat sich heute bei der Bewährungsprobe wacker geschlagen.


 Schaut man sich in der amerikanischen Backwelt um, trifft man ja immer wieder auf die Zutat "Shortening". Lange Zeit gehörte diese für mich zu den Mythen amerikanischen Backens. Was ist es? Was kann es? Will ich das verwenden? Was Shortening ist, habe ich schließlich durch einen Besuch beim Chefkoch herausgefunden. Dabei handelt es sich nämlich um ein gehärtetes Pflanzenfett. Gerne wird dafür wohl Kokosfett genommen und ich vermute, dass es früher einfach einmal günstiger war als gute Butter. Warum heute dieser kleine lexikalische Ausflug? Ich habe bei der Pioneer Woman ein simples Haferflocken-Keks Rezept gefunden, das ich unbedingt einmal ausprobieren wollte und dort fand sich auf der Zutatenliste eben auch besagtes Shortening. So. Also ab in den Laden und Kokosfett gekauft. Interessant ist dann die Liste der Inhaltsstoffe:


Mir war bisher nie klar, dass man Luft als Zutat angeben muss/kann/sollte. Naja, zumindest hat die Luft meinen Keksen nicht geschadet und sie sind lecker und richtig knusprig geworden.


Oatmeal Crispies (Haferflocken-Knusperkekse)

1 Cup Shortening (225g)
1 Cup brauner Rohzucker
1 Cup weißer Zucker
2 große Eier
1 Tl flüssige Vanille
1 1/2 Cup Mehl
1 Tl Salz
1 Tl Natron
3 Cups zarte Haferflocken
1/2 Cup Pekannüsse (gehackt)

1. Backofen auf 175°C vorheizen.

2. In einer großen Schüssel Shortening mit braunem und weißem Zucker schaumig schlagen.

3. In einer separaten Schüssel die Eier mit der flüssigen Vanille aufschlagen.

4. Eiermischung zur Shorteningmasse geben und gut verrühren.

5. Mehl, Salz und Natron mischen und unter die Shorteningmasse rühren.

6. Schließlich die Haferflocken und die gehackten Pekannüsse unterheben und alles gut vermischen.

7. Die Masse in zwei Rollen formen, in Alufolie einschlagen und ein Stunde kühl stellen. Wenn man möchte, kann man eine der Rollen einfrieren und dann bei Bedarf frisch aufbacken.

8. Die Rolle in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und die Plätzchen auf ein Backblech legen.
Circa 10 Minuten backen und anschließend gut auskühlen lassen.


Sonntag, 18. April 2010

In the meantime ...



noch ein Apfelkuchenrezept.

Eine neue Waage habe ich immer noch nicht, aber eben habe ich noch Bilder von der diesjährigen österlichen Kaffeetafel gefunden. Das Rezept des "Päpstlichen Apfelkuchens", der die Tafel zierte, habe ich noch gar nicht gebloggt und dieses Versäumnis muss nun schnellstens nachgeholt werden. Schließlich ist der Kuchen ein wahrer Genuss und was für den Papst gut genug ist, kann uns nicht schaden! Das Rezept verdanke ich meiner lieben Mama, die es in einer Zeitung entdeckte und den Kuchen sofort ausprobieren mußte. Angeblich ist es der Lieblingskuchen des Papstes, den seine Haushälterin ihm in seiner Sommerresidenz regelmäßig vorsetzt. Mittlerweile ist nicht nur der Papst dem Kuchen erlegen, sondern auch meine Familie verlangt den Kuchen regelmäßig bei Familienfesten.

Päpstlicher Apfelkuchen

250g Mehl
1/2 Pk. Backpulver
100g Zucker
150g Butter
1 Ei
1,5kg säuerliche Äpfel (Elstar)
200g gehobelte Mandeln
4 El Zucker
eine Prise Zimt
100ml Sahne

1. Aus Mehl, Backpulver, Zucker, Butter und Ei einen Teig kneten und für circa eine Stunde in den Kühlschrank geben.

2. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

3. Äpfel schälen, in Scheiben schneiden und in ein wenig Wasser und etwas Zucker in einem Topf kurz aufkochen.

4. Eine Springform fetten. Den Teig ausrollen und die Springform damit auslegen. Es sollte ein einige Zentimeter hoher Rand entstehen.

5. Die Apfelmasse auf den Teig geben.

6. Zucker, Zimt, Sahne und Mandeln vermischen und über die Äpfel gießen.

7. Bei 180°C circa 50-60 Min. backen.

Mittwoch, 14. April 2010

Back-Zwangspause

Leider leider, denn ich habe meine schöne digitale Waage vor einigen Tagen fallen lassen. Das mögen Waagen wohl nicht und seither zeigt das Display eine obskure Fehlermeldung. Somit muss wohl eine neue her. Es soll wieder eine digitale, grammgenaue Waage mit Zuwiegefunktion werden. Aber entscheidunbgsfreudig bin ich nicht gerade. Daher habe ich mal drei in die engere Wahl genommen:


a) Die Siena von Soehnle

b) Die Style von Soehnle


c) Die Page von Soehnle

Kennt vielleicht jemand eine der Waagen oder kann ein anderes Modell empfehlen? Oedr stimmt einfach in meiner kleinen Umfrage ab. Ich bin gespannt auf das Ergebnis!

Dienstag, 6. April 2010

Im Osternest

Anscheinend war ich sehr brav dieses Jahr und deswegen hat der Osterhase ein hübsches kleines Kochbuch in mein Osternest gelegt:

Ich glaube der Osterhase ist in Wirklichkeit meine liebe Mama, die genau wie ich nur schlecht an schönen Kochbüchern vorbeigehen kann. Demnächst wird es also im Hause Keksmamsell auch mal hin und wieder einen Nachtisch geben. Kommt leider zur Zeit viel zu selten vor!

Sonntag, 28. März 2010

Himbeer-Saure Sahne Muffins



So ein neuer Job hält einen ganz schön auf Trab, daher ist mein kleiner Blog in den letzten Tagen ein wenig zu kurz gekommen. Allerdings habe ich den vergangenen Wochen auch nicht wirklich etwas gebacken, was ich hätte vorzeigen können. Nun aber, passend zum Frühlingsbeginn, gab es im Hause Keksmamsell Himbeer-Saure Sahne Muffins. Sehr gut passen diese auch zu einem Osterbrunch oder Osterkaffee mit der ganzen Familie. Das Rezept stammt ursprünglich aus der Trendkochbuchreihe von Zabert und Sandmann. Eine meiner Lieblingskochbuchreihen, weil die Bücher sehr schön und günstig sind. Gerade aus dem Muffin Kochbuch dieser Reihe habe ich schon ziemlich viel ausprobiert und war eigentlich immer sehr angetan von den Ergebnissen. Hier also das Rezept für die leckeren Himbeer Muffins:

Himbeer - Saure Sahne Muffins

200g Himbeeren (TK)
120g weiche Butter
120g Zucker
1 Ei
300g Saure Sahne
250g Mehl
2 1/2 Tl Backpulver
1/2 TL Natron
Salz
Puderzucker zum Bestäuben

1. Den Backofen auf 180° C vorheizen. In ein Muffinblech zwölf Papierförmchen setzen.

2. Die Butter mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Das Ei und die saure Sahne untermischen.

3. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und eine Prise Salz vermischen.

4. Mehlmischung zu der Butter-Mischung geben und zügig unterheben. Nicht zu lange rühren, da der Teig sonst zäh wird.

5. Die nur ganz leicht angetauten Himbeeren unter den Teig heben.

6. Den Teig in die Muffinförmchen geben und im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten goldbraun backen. Aus dem Backofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend aus den Förmchen nehmen und sobald sie ausreichend abgekühlt sind mit dem Puderzucker bestäuben.

Sonntag, 28. Februar 2010

Apfel-Sandkuchen



Für mich ist ein Apfelkuchen der Inbegriff von Gemütlichkeit. Vor allem, wenn es Draußen stürmt und Dachziegeln auf die Straßen regnen. Ein unmissverständliches Zeichen, dass man doch lieber Zuhause bleiben soll. Dieser Aufforderung komme ich natürlich gerne nach und daher gab es bei uns gestern einen Apfel-Sandkuchen. Yummy! Aber bei einem halben Pfund Butter kann er ja nur gut schmecken! Allein schon der Duft von Apfelkuchen bringt mich ins schwärmen ...


Apfel-Sandkuchen

Für den Boden

90g weiche Butter (und Butter für die Form)
30 Puderzucker
1 TL gem. Zimt
150g Mehl
2-3 mittelgroße Äpfel (z.B. Elstar)
Zitronensaft


Für die Sandmasse

140g weiche Butter
140g Zucker
2 Eier
Salz
140g Mehl


Fürs Topping

30g flüssige Butter
2 EL Zucker
1 TL Zimt
20g Mandelblättchen

1. Den Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform (21 cm Durchmesser) einfetten.

2. Für den Teig die Butter mit dem Puderzucker, dem Zimt und dem Mehl zu einem glatten Teig kneten. Teig gleichmäßig in der Springform verteilen, das geht am besten mit den Fingern. Kühl stellen.

3. Äpfel schälen und entkernen, vierteln und die Ränder mehrmals mit einem Messer einschneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

4. Für die Sandmasse Butter mit dem Zucker glatt rühren. Die Eier trennen und das Eigelb zur Buttermasse geben und luftig aufschlagen.

5. In einer separaten Schüssel Eiweiß mit dem Salz zu steifem Schnee schlagen.

6. Zuerst das Mehl unter die Buttercreme rühren und anschließend den Eischnee unterheben.

7. Sandmasse gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verteilen. Äpfel auf die Sandmasse legen und ein wenig eindrücken. Die Äpfel nun mit der flüssigen Butter bepinseln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Zimt und Zucker mischen und über den Kuchen streuen.

8. Bei 180°C circa 45 Minuten goldbraun backen.

Samstag, 27. Februar 2010

Frühling


 Freude, Freude, Freude! Ich habe ja kaum zu hoffen gewagt, dass es den Frühling noch gibt, aber heute hat er doch tatsächlich auch unser Städtchen erreicht. Sonnenschein, singende Vögelchen und milde Temperaturen! Zur Feier des Tages gab es dann auf dem Markt auch ganz entzückende Tulpen. Wenn bei dem Anblick nicht direkt das Herz lacht, dann ist einem auch nicht mehr zu helfen.

Die Party am vergangenen Wochenende war sehr gelungen und wir haben bis morgens um fünf gefeiert. In der ganzen Hektik habe ich aber doch tatsächlich vergessen Fotos zu machen. An meiner Zeitplanung muss ich definitiv noch arbeiten. Ähem. Da aber nichts übrig geblieben ist, denke ich mal, dass es allen geschmeckt hat. Besonders beliebt waren wohl die Frühlingsröllchen, die ich sicher bald nochmal machen werde. Neben dem 30. meines Liebsten, gab es auch noch meine neue Stelle zu feiern. Jippie! Am Montag gehts los und ich bin schon sehr gespannt! Vorher wird aber noch gebacken. Morgen solls einen Apfelkuchen geben und ich verspreche ein Foto zu machen!

Donnerstag, 18. Februar 2010

Mini-Nusshörchen



Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch richtig lecker sind die Mini-Hörnchen, deren Duft gestern durch unsere Wohnung zog. Ideale Begleiter für Kaffee, Espresso und Co. oder einfach nur mal zwischendurch. Schnell gemacht sind sie und die Zutaten hat man meist auch im Haus.


Mini-Nusshörnchen

200g Butter
200g Frischkäse
300g Mehl
50g brauner Zucker
50g weißer Zucker
50g gemahlene Haselnüsse

1. Butter, Frischkäse und das Mehl zu einem geschmeidigen Teig kneten. In Alufolie wickeln und mindestens zwei Stunden (oder über Nacht) kalt stellen.

2. Braunen und weißen Zucker mit den Haselnüssen mischen.

3. Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen.

4. Den Teig in vier gleichgroße Stücke teilen. Ein Viertel der Zucker-Nuss Mischung auf die Arbeitsplatte streuen und die erste Portion rund (ca. 26 cm Durchmesser) darauf ausrollen.

5. Nun den Teig in 16 "Tortenstücke" schneiden. Von Außen nach Innen aufrollen und so kleine Hörnchen formen.

6. Mit den restlichen Teigstücken ebenso verfahren.

7. Die Mini-Hörnchen auf ein Backblech setzten und circa 12-16 Minuten goldgelb backen.

8. Auf einem Gitter gut auskühlen lassen und verpacken.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Landbrot mit Zuckerrübensirup




Das Rezept brannte mir schon seit Wochen unter den Fingern, aber irgendwie kam doch immer etwas zwischen mich und Leilas Landbrot. Heute hielt die Keksmamsell es jedoch nicht mehr aus und da unser Brotvorrat sowieso zur Neige ging, hatte ich auch einen guten Grund wieder zu backen. Interessant fand ich besonders die Zugabe des Zuckerrübensirups, den Leila hier und auch in vielen anderen Rezepten gerne und reichlich benutzt. In den meisten anderen Rezepten greift sie auf hellen Zuckerrübensirup zurück, der hier ziemlich schwer zu finden ist (Grafschafter hat mir zum Glück verraten, wo ich den goldenen Sirup erstehen kann), hier gab aber der dunkle dem Landbrot eine schöne Farbe und einen sehr leckeren Geschmack. Das einzige was mich stört ist der Name, denn irgendwie stelle ich mir unter einem Landbrot etwas kernigeres und rustikaleres vor, nichtsdestotrotz wird es sicher wieder gebacken!
Nach so vielen Rezepten von Leila gibt es im nächsten Post nochmal etwas, was nicht aus ihrem Buch stammt. Nicht, dass meine anderen Backbücher und Rezeptquellen sich vernachlässigt fühlen.

Landbrot

25g Butter
1/4 l Buttermilch
25g frische Hefe
140g dunkler Zuckerrübensirup
1 Tl Salz
180g Weizenmehl 550
100g Weizenmehl 405
140g Roggenmehl

1. Die Butter schmelzen. Die Buttermilch dazugeben und leicht erwärmen.

2. Die Hefe in eine große Schüssel bröckeln und mit der Butter-Milchmischung, dem Zuckerrübensirup und dem Salz verrühren.

3. In einer separaten Schüssel die Mehle miteinander mischen.

4. Nach und nach das Mehl zu den flüssigen Zutaten geben und unterkneten. Alles mit den Händen zu einem weichen, geschmeidigen Teig verkneten und bei Bedarf noch etwas Mehl hinzufügen.

5. Den Teig in eine bemehlte Schüssel geben und mit einem Handtuch abdecken. An einem warmen Ort circa eine Stunde auf die doppelte Größe aufgehen lassen.

6. Den Teig nocheinmal kurz durchkneten und zu einem Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. (Ich habe zwei kleine Kastenformen mit Olivenöl bepinselt und mit Haferflocken ausgestreut und zwei Laibe geformt.) Erneut 45 Minuten abgedeckt gehen lassen.

7. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Schälchen mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen.

8. Das Brot in der Mitte des Ofens 30-40 Minuten backen. Nach 20 Minuten mit Alufolie abdecken, damit es nicht zu dunkel wird.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Geburtstagsvorbereitungen

Dreißig werden ist ganz schön bitter. Von der hübschen Zwei trennt sich keiner gern. Ab Dreißig muss man allmählich erwachsen werden, sein Leben planen und Verantwortung übernehmen. Die Falten nagen sich unaufhörlich ins Gesicht und graue Härchen werden zu einem Mahnmal der Vergänglichkeit. Um dem Herrn Dr. diesen harten Übergang ein wenig netter zu gestalten, wird natürlich gefeiert. Schließlich ist das Leben ja noch nicht vorbei. Auch wenn noch ein paar Tage bis zur großen Feier ins Land gehen, habe ich schon einmal mit der Planung begonnen und - wie könnte es anders sein - eine kleine Liste mit den Leckereien zusammengestellt, die es geben soll.

Suppe:
Hier bin ich noch äußerst unschlüssig. Herr Dr. wünscht sich eine Lauch-Käse-Hacksuppe. Die ist zwar sehr lecker, aber die gibt es nunmal fast immer auf Parties, daher wollte ich gerne was anderes haben. Vielleicht die Minestrone ala Jamie Oliver, die Petra von Chili und Ciabatta hier nachgekocht hat und von der sie sehr angetan war. Texas Jailhouse Chili klingt allerdings auch nicht schlecht. Hat jemand von euch vielleicht einen super Vorschlag?

Salat:
Da sind sie Würfel schon gefallen. Es wird den grandiosen Kartoffelsalat meiner Oma geben. Dafür gibt es leider kein niedergeschriebenes Rezept, weil meine Oma das immer aus der Lamäng macht. Werde wohl während der Herstellung mit Ihr telefonieren und dann die Angabe auf haushaltsübliche Mengen herunterrechnen. Als ehemalige Wirtin hat meine Oma den nämlich immer in Unmengen hergestellt. Als zweiten Salat wird es diesen Gnocchi-Salat geben, kampferprobt und lecker.

Fingerfood:
Hier wird es die Mini-Quiches geben, über die ich ja bereits gebloggt habe. Dann stehen noch die Apfelfrikadellen mit Curry-Dip, Tortellini-Spieße und Frühlingsrollen auf dem Programm.

Brot:
An der Brotfront muss ich noch Probebacken. Heiße Favoriten sind diese Baguettes und das (die??) Focaccia von Leila Lindholm mit roten Zwiebeln und einige mit Oliven. (Hier möchte ich anmerken, dass die Verwendung von Oliven ein sehr selbstloser Akt von mir ist, ich finde die nämlich fies.)

Nachtisch:
Kärleksmums habe ich ich letzte Woche getestet und das ist definitiv dabei. Für Cremefreunde wird es noch die "leichte" Baileys Creme geben.

So, ich hoffe damit werden dann alle satt. Der Dr. hat leider meinen Vorschlag, auch einen Mettigel zu machen, abgelehnt. Zu spießig fand er. So ein Langweiler ;-).
Ich werde natürlich Bericht erstatten wie es mit den Vorbereitungen so läuft.
Wenn ihr Anregungen habt oder ich etwas Elementares vergessen haben sollte, nur her mit euren Kommentaren!

Sonntag, 7. Februar 2010

Kärleksmums


 Auf der Suche nach einem leckeren Nachtisch/Kuchen für den runden Geburtstag vom Herrn Dr. in wenigen Wochen, bin ich bei "Kärleksmums" hängengeblieben. Dabei handelt es sich um einen schwedischen Schokoladenblechkuchen, der mit einem Schokoladenüberzug und Kokosflocken garniert wird. Mit 400g Schokolade und 300g Butter eher etwas für die Anhänger der "Love Handles"-Fraktion. Wen die ganzen Kalorien nicht schrecken, der wird mit einem sehr saftigen und lockeren Kuchen belohnt. Das Rezept, wie könnte es anders sein, stammt aus Leilas Backbuch und ist schnell und einfach gemacht. Probelauf bestanden, der Nachtisch für die Party steht. Und hier das Rezept; nachbacken dringend empfohlen!

Kärleksmums - Schwedische Schokoladen-Kokos-Schnitten

Für ein Backblech

5 Eier (ich habe 4 Eier der Größe L genommen)
320g Zucker
270g Weizenmehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
5 EL Kakaopulver, ungesüßt
200ml Wasser
300g Butter
200g Zartbitterschokolade (70%) (Ich habe dunkle Herrenschokolade genommen)

Für die Glasur

200ml Sahne
2 EL Espresso
200g Zartbitterschokolade
100g Kokosraspel

1. Den Backofen auf 200°C vorheizen.

2. Die Butter schmelzen und abkühlen lassen.

3. Die Schokolade hacken und beiseite stellen.

4. Die Eier und den Zucker sehr schaumig aufschlagen. Die Masse sollte eine sehr helle Farbe bekommen.

5. Weizenmehl, Backpulver, Salz und Kakaopulver mischen und vorsichtig unter den Teig heben.

6. Wasser und die abgekühlte Butter unter den Teig mischen. Die relativ flüßige Masse auf ein tiefes, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen.

7. Die gehackte Schokolade auf den Teig streuen.

8. In der Mitte des Ofens 18-20 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen ob der Kuchen gar ist. Es darf nichts mehr daran kleben. Abkühlen lassen.

9. Glasur: Die Sahne aufkochen. Den Espresso dazugeben und unterrühren. Die in kleine Stücke gebrochene Schokolade hinzufügen und in der Sahne bei geringer Wärmezuführ schmelzen.

10. Den Kuchen mit der Glasur überziehen. Ein wenig fest werden lassen und dann mit den Kokosraspeln bestreuen. Wenn die Glasur fest ist, in Stücke schneiden.

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Nachtrag: Auch am nächsten Tag schmecken die schicken Schnitten noch sehr gut. Der Herr Dr. hat die übrigen (nein, zu zweit essen wir kein ganzes Blech ;-) ) heute mit ins Institut genommen und sie sind gut angekommen.

Freitag, 5. Februar 2010

Exkurs in die Welt der Bücher

Heute kommt mal eine kleine Abwechslung vom ganzen Backen. Gerade geht folgende Liste durch die Bloggerwelt (gesehen hier und hier). Die 100 beliebtesten Bücher der Deutschen. Da mag ich auch mitmachen!
Fett habe ich gelesen, kursiv steht immerhin im Regal (das zeugt ja schonmal von gutem Willen). Mal schauen wie ich abschneide ...


1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry (ich konnte nie verstehen, was alle an dem Buch fanden ...)

6. Buddenbrooks, Thomas Mann (Pflichtlektüre)

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon (Trivialliteratur at it's best! Aber ich liebes es.)

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe (bestimmt 10mal gelesen)

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen (Lieblingsbuch, für immer und immer! It's a truth universally acknowledged, that this is the best book of all times! ;-) )

18. Der Name der Rose, Umberto Eco

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera


36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse


45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass (Pflichtlektüre, ich hasse Grass)

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende
(Die Hörspielkassette habe ich bis zum Exzess gehört)

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler (Wundervoll, muss ich unbedignt nocheinmal lesen)

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren


60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell


64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë (grausame Charaktere, der Ratgeber zum Unglücklichsein)

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
(ja ich gestehe, ich habe es gelesen und fand es schön!)

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy (Ich habe selten so laut gelacht beim Lesen!)

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski


97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë (Schnief, schluchz ...)

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Könnte besser sein, aber immerhin hab ich ein paar Klassiker abgedeckt. Wie sieht es bei euch aus?

Dienstag, 2. Februar 2010

Time for a little Cupcake


 Nachdem ich ja von Leilas Knusperkeksen nicht sonderlich begeistert war, hatte die Liebe ja einiges wieder gut zu machen ;-). Dazu habe ich mein Glück bei ihren Cupcake-Rezepten gesucht. Und was soll ich sagen, ich verzeihe Frau Lindholm den letzten Fauxpas und bin wieder versöhnt. Bei manchen Koch- und Backbüchern habe ich immer die Erwartung, dass jedes Rezept einfach grandios sein muss. Ein wahres kulinarisches Meisterstück. Auch wenn ich weiß, dass Kochbuchautoren in ihren Werken gerne mal überschwenglich vom weltbesten Schokokuchen und den großartigsten Keksen sprechen, falle ich doch immer wieder darauf herein. Ich glaube eben was man mir verspricht, vor allem wenn ich es glauben will. Frau Lindholm hatte zudem mehrere Extra-Sympathiepunkte bei mir gut, daher waren meine Erwartungen natürlich nocheinmal besonders hoch.
Da ich eine große Meute zu versorgen hatte, habe ich direkt zwei Rezepte getestet: Schokoladen-Cupcakes und Himbeer-Cupcakes (divine, davon möchte ich noch einen haben; und zwar sofort!). Heute geht es aber erstmal um die Schoki-Variante. Leider hatte ich die kleinen Prachtstücke einen Ticken zu lange drin, trotzdem waren sie lecker und auch das Frosting, mit einem Hauch Kaffee-Geschmack, konnte überzeugen. Der Herr Dr. bekannte sich jedoch zum Minimalismus und wollte die kleinen Kerlchen lieber pur verputzen. Kein Problem, mehr Frosting für mich ;-).

Schokoladen-Cupcakes

3 Eier
200g Zucker
1 Tl Vanillezucker
50g Butter
100 ml Rahm (ich habe Sahne benutzt)
2 El kalter Kaffee
200g Mehl
2 Tl Backpulver
4 El ungesüßtes Kakaopulver
1 Prise Salz
100g Zartbitterschokolade (70%) (ich habe die dunkle Herrenschokolade verwendet)

Frosting
60g weiche Butter
300g Puderzucker
1Tl Vanillezucker
20g ungesüßtes Kakaopulver
100g Doppelrahmfrischkäse
1 El heißer Kaffee

1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

2. Eier, Zucker und Vanillezucker sehr locker und schaumig schlagen. Der Teig sollte recht hell sein.

3. Die Butter schmelzen, mit dem Rahm (Sahne) und Kaffee vermischen und unter den Teig rühren.

4. Mehl, Backpulver, Kakao und Salz in einer Rührschüssel mischen und vorsichtig unter den Teig heben.

5. Die Zartbitterschokoladen in Stücke brechen und in einem Wasserbad schmelzen. Unter den Teig heben.

6. Das Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und die Förmchen jeweils zur 2/3 mit dem Teig befüllen.

7. Auf der mittleren Schiene im Backofen circa 18 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen prüfen ob die Muffins gar sind. Nach dem Backen gut auskühlen lassen.

8. Frosting: Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Kakao und Frischkäse cremig rühren. Kaffee unterheben.

9. Das Frosting auf den Muffins verteilen und bei Belieben mit Zuckerstreuseln oder Liebesperlchen garnieren.

Sonntag, 24. Januar 2010

Leilas Knusperkekse



Am Donnerstag hatte ich ja, wie in meinem letzten Post schon berichtet, einen kleinen Anfall von Koch- und Backwut. Diese Momente gilt es bei faulen Menschen wie ich einer bin, gekonnt auszunutzen. Daher musste natürlich auch etwas von der Nachbackliste produziert werden. Als Opfer wurden Leilas Knusperkekse ausgewählt. 1. Weil ich Kekse sehr mag (glaubt man gar nicht bei dem Namen ;-) ), 2. weil sie schnell zu machen sind und 3. weil alle Zutaten im Haus waren. Das Schöne an den Rezepten in Leilas Buch sind die verschiedenen Variationen, die sie zu einem Basisrezept anbietet. Bei den Knusperkeksen habe ich mich für die ganz einfache Ausführung mit Zimt & Zucker entschieden. Leider hat mich das Ergebnis nicht so 100%tig überzeugt. Vielleicht ein wenig zu basic das ganze. Die Konsistenz war für mich dann auch eher krümelig anstatt knusprig und etwas zu trocken. Auch war die im Rezept angegebene Backzeit von 10 Minuten zu kurz. Meine waren gute 14 Minuten drin und hätten sogar noch ein wenig länger gedurft. Das Resümee: I had better, I had worse.
Aber da Geschmäcker ja verschieden sind und ich mich ja auch gerne eines Besseren belehren lasse, hier das Rezept:


Leilas Knusperplätzchen / Zimtplätzchen
Grundrezept für 50 Stück

330g Mehl
80g Speisestärke
90g Puderzucker
300g kalte Butter
1/2 -1 El kaltes Wasser

1. Mehl, Speisestärke und Puderzucker in einer Rührschüssel mischen.

2. Die Butter in kleinen Flöckchen zu den trockenen Zutaten geben und mit den Finger verreiben.

3. Das Wasser hinzufügen und alles schnell zu einem Teig verkneten. (Anm.: Ich musste den Teig eine ganze Weile bearbeiten, weil er sehr krümelig war)

4. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

5. Variante wählen und nach dieser den Grundteig verfeinern. Ich habe die Variante mit Zimt&Zucker gewählt:
4 EL Zucker
2 Tl Zimt
1 verquirltes Ei, zum Bestreichen

6. Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

7. Zimt und Zucker mischen.

8. Aus dem Teig kleine Kugeln formen. Diese flach drücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einer Gabel ein Muster in die Kekse drücken.

9. Den Teig mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit der Zimt&Zucker-Mischung bestreuen.

10. Auf der mittleren Schiene des Ofens circa 10 Minuten (ich hatte die Plätzchen 14 Minuten drin) hellbraun backen.

Freitag, 22. Januar 2010

Keksmamsells Krankenstation


 

Gestern war der Herr Dr. krank. Sehr krank. So krank, dass er sogar freiwillig früher von der Arbeit zurück kam. Das passiert eigentlich nie. Und was hatte der gute Mann? Kopfschmerzen! Jaja, der liebe Gott wusste schon, warum er das Kinderkriegen den Damen der Schöpfung überlassen hat. Ich habe mich trotzdem ein wenig gefreut, weil ich so eine wunderbare Ausrede hatte, um etwas Schönes in der Küche zu zaubern. Kranke Menschen müssen ja schließlich verwöhnt werden. Und so habe ich ersteinmal die selbstgemachte Hühnersuppe - als vorausschauende Hausfrau hat man sowas natürlich immer im Tiefkühler; Martha Stewart wäre Stolz auf mich - aufgetaut und eine kleine Küchenschlacht gestartet.

Soul Food war gefragt und Milchreis gehört natürlich eindeutig in diese Kategorie. Da uns auch die Knabbereien auszugehen drohten - und man weiß ja nie wie lange so ein Krankenlager dauern kann - habe ich auch noch ein paar gebrannte Mandeln (Rezept siehe unten) gezaubert. Grob gehackt über den Milchreis. Sehr lecker! Schlussendlich gabs dann auch noch die Knusperplätzchen von Leila Lindholm (kommen im nächsten Post dran). Und siehe da, heute ist der Herr Dr. schon wieder fit! Wenn das nicht an dem Verwöhnprogramm gelegen hat, dann weiß ich auch nicht.

Achja, selbstgemachtes Bauernbrot gab es auch noch. Das hatte ich aber schon am Tag zuvor nach diesem Rezept gebacken und es machte sich sehr gut zu der Hühnersuppe. Ich weiß nur noch nicht, ob ich so ein großer Fan von Brotgewürz bin. Fenchel und Anis sind ja eigentlich nicht so mein Ding. Vorsorglich hatte ich aber auch nur die halbe Menge in den Teig gegeben und daher war der Geschmack noch sehr dezent. Alles in allem ist ein leckeres Brot und gerade für Menschen, die sich noch nicht an den Sauerteig trauen, sehr zu empfehlen.

Gebrannte Mandeln

200g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
1 El. Vanillearoma
100 ml Wasser
200g Mandeln

1. Zucker, Vanillezucker und Vanillearoma mit dem Wasser verrühren.
2. In eine große Pfanne geben und aufkochen.
3. Nun die Mandeln hinzugeben und bei mittlerer Hitze köcheln. Immer fleißig rühren!
4. Nach und nach wird die Masse dunkler und trockener. Schön weiter rühren; man braucht ein wenig Geduld.
5. Der Zucker wird irgendwann ganz trocken, trotzdem weiter rühren, denn danach schmilzt er wieder und die Mandeln beginnen zu glänzen.
6. Nun die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, ein wenig auseinanderschieben und trocknen lassen.



Sehr hübsch machen sich die Mandeln auch in kleinen Tütchen als Mitbringsel aus der Küche.

Sonntag, 17. Januar 2010

Banana Bread



Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich ein Faible für Banana Bread habe. Außerdem wurde es ja höchste Zeit, dass ich mal etwas aus Leila Lindholms Backbuch ausprobiere. Und da die liebe Leila Banana Bread auch mag, gibt es in ihrem Buch selbstverständlich auch ein schönes Rezept. Wie das Leben manchmal so spielt. Selbiges wurde heute ausprobiert und ich bin sehr zufrieden. Erste Bewährungsprobe also bestanden. Da der liebe Herr Dr. und ich heute allein über den Kuchen herfallen konnten, hab ich nur das halbe Rezept genommen. Nun duftet es immer noch sehr lecker in unserer Wohnung, das halbe Brot ist schon auf und wir zwei sind glücklich.

Hier das Rezept:


Banana Bread von Leila Lindholm

150g weiche Butter
80g Zucker
120g Puderzucker
4 reife Bananen (mittelgroß; meine waren etwas zu groß und haben den Teig einen Tick zu weich werden lassen)
2 Eier
180g Weizenmehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Ingwer-Pulver
1 Prise Salz
80 g Pekannüsse (Ich habe Walnüsse genommen)
Butter und Semmelbrösel für die Form

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  2. Nüsse in einer Pfanne kurz anrösten und anschließend grob hacken.
  3. Butter, Zucker und Puderzucker cremig rühren.
  4. Bananen pürieren und unter den Teig heben. Anschließend die Eier unterrühren.
  5. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zimt, Ingwer, Salz, Nüsse) in einer separaten Schüssel mischen. Alles vorsichtig unter den Teig heben.
  6. Den Teig in eine gefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Form geben und circa 30 Minuten backen. Beim Stäbchentest darf nichts mehr daran haften.
Nachtrag: Am nächsten Tag schmeckt es fast noch besser. Ich hatte ein kleines Eckchen zum Frühstück und jetzt ist es richtig schön durchgezogen. Ich bin begeistert!

Freitag, 8. Januar 2010

Frühjahrsputz im Keksblog




Nun ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und ich habe mich noch gar nicht hier blicken lassen. Tztztz. Dafür bin ich aber heute voller Tatendrang und habe mir vorgenommen, nicht nur ein neues Rezept zu posten, sondern auch gleich ein wenig im Blog aufzuräumen. Vorgezogener Frühjahrsputz sozusagen. Erster Schritt dazu ist ein Resümee zu meiner kleinen "Weihnachtsbäckerei". Ich hatte ja eine hübsche Liste mit vielerlei Leckereien zusammengestellt, die ich in meinem jugendlichen Übermut natürlich alle backen wollte. Pustekuchen, ich habe gerade mal die Hälfte (genau genommen nur ein Drittel, aber psst) geschafft und leider von vielen gar kein Foto gemacht *schnief*. Aber neues Jahr, neues Glück und ich gelobe Besserung. Vielleicht klappt's ja bei der nächsten Weihnachtsbäckerei. Hier nochmal ein kurzer Überblick über das produzierte Backwerk für das vergangene Fest:
Erfolgreich gebacken:
  • Engelsaugen (lecker)
  • Himmlisches Stollenkonfekt (sogar von unserem Pastor, der es in seiner Plätzchentüte hatte, ausdrücklich gelobt. Mein guter Draht nach oben ist also gesichert!)
  • Butterplätzchen/Ausstechplätzchen (bei einem schönen Backnachmittag mit meinem heißgeliebten Patenkind Lorien produziert und reich verziert)
  • Spitzbuben mit Johannisbeergelee (delicious)
Dann müssen die restlichen Plätzchen der Liste wohl auf's nächste Weihnachtsfest warten. Wobei der ein oder andere Keks sicher auch ganzjahrestauglich ist.
So, durchgewischt ist ja nun, dann kann ja eine neue Liste her ;-). Mal schauen, was da wohl drauf kommt...

Auch wenn ich meine Plätzchenliste lieber beschämt zur Seite lege, so war ich doch backtechnisch nicht ganz faul. Hier also das Rezept für sehr leckere und extra saftige Schokoladen-Muffins. Das Rezept habe ich auf einer meiner liebsten Rezeptseiten gefunden und kann es nur uneingeschränkt empfehlen! Besonders, da das kommende Wochenende ja zur heimeligen Mümmelei förmlich einlädt, wenn schon alle ganz eingeschneit sind. Eine große Tasse Milchkaffee dazu und schon ist jede Winterdepression verflogen.

Chocolate-Ricotta-Muffins



1 Cup Ricotta
2 Eier (Größe L)
1 1/3 Cups (320 ml) Milch
1 TL flüssige Vanille
4 El (60g) Butter, geschmolzen und abgekühlt
2 Cups (260g) Mehl
1 1/4 (250g) Cups Zucker (kann auch ein bisschen weniger sein)
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
2/3 Cup (60g) ungesüßtes Kakaopulver
1 Cup dunkle Chocolate Chips (Semisweet chocolate chips von Hershey's)

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Das Ofenrost in der Mitte des Backofens einschieben und 16 Muffin-Förmchen entweder einfetten oder mit Papierförmchen versehen (ein kleiner Tipp für alle jene, die auch so einen kleinen Vielfraß zu Hause haben wie die Keksmamsell: es empfiehlt sich farbige Papierförmchen zu verwenden, da diese seltener ungewollt mitgegessen werden - ich spreche aus Erfahrung. Seitdem setzte ich nur noch auf Signalfarben oder Muster!).

In einer mittleren Rührschüssel wird der Ricotta cremig geschlagen. Die Eier nach und nach dazugeben und jeweils gut unter den Ricotta rühren. Anschließend gibt man nacheinander die Milch, die flüssige Vanille und die abgekühlte, flüssige Butter dazu. Gut verrühren und beiseite stellen.

In einer großen Rührschüßel werden die trockenen Zutaten, also Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und das Kakaopulver verrührt.

Nun wird die Ricotta Mischung zu den trockenen Zutaten gegeben. Nur kurz unterheben, denn je länger man rührt desto weniger gehen die Muffins auf, den Teig also nicht unnötig lange bearbeiten. Jetzt noch kurz die Chocolate Chips unterheben und den Teig in die Förmchen geben.

Ab geht's in den Ofen. Bei 180°C werden die Muffins circa 20 Minuten gebacken.

Die Stäbchenprobe verrät, ob die kleinen Schokosünden fertig sind.

Enjoy!